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KIrsche statt KI

So kann man meine aktuelle Situation beschreiben. Stillstand und Rückschritt statt Transformation und Fortschritt. Da braucht es uns Berater:innen erstmal nicht und egal mit wem ich spreche: alle die in dem Bereich Facilitation, Transformation, Team-Entwickung und und und unterwegs sind, spüren sie gerade. Die Flaute. Die Zurückhaltung. Die gestrichenen Gelder für alles und jeden Bereich, in der Verwaltung, in der Jugend- und Integrationarbeit usw.


Wir Selbständigen sind auch wieder aus jeglicher Debatte außen vor, unsichtbar, nicht mitgedacht und ach jetzt mal ehrlich, ein Jammer ist das. Viele meiner Weggefährt:innen der vergangenen Jahre suchen Festanstellungen, was ihnen auch gelingen mag, passen sie in das Beuteschema der meisten Organisation "männlich, weiß zwischen 30 und maximal 50 Jahren". Für alle anderen ist es halt gerade schwierig.


Aber das kennen wir ja zwischenzeitlich. Wir alle sind resilienter wie so manches Unternehmen und könnten davon gerne was abgegeben oder euch zumindest beibringen, wie man resilient wird. Oder eure Organisation angemessen zu Grabe tragen, wenn sie den nicht mehr taugt und einfach dorthin gehört. Gutes Aufgeben ist auch eine Geschichte, die viel zu selten erzählt wird.


Traumjob: Bestatterin für fossile und nicht zukunftsausgerichtete Organisationen

Genug gejammert, genug Boshaftigkeit. Also statt aber den Kopf in den Sand zu stecken, mach ich das was ich immer mach. Ich transformiere. Dieses mal nun halt unbezahlt im Ehrenamt, auch dass hatten wir schon oft - vielleicht bilde ich mir es auch ein - arbeiten doch viele Selbständige in irgendwelchen Ehrenämtern und Care Arbeit: ja die kommt noch oben drauf. Umsonst und der Merz möchte uns jetzt dafür auch noch die paar Rentenpunkte streichen, die wir darüber, dass wir unsere Eltern oder Angehörigen neben unserem Beruf pflegen, erhalten.


Das arme Würstchen, dass gerade merkt wie schwierig es ist in schwierigen Zeiten zu führen. Da hatte es der Scholz und der Habeck doch deutlich einfacher .... Moment ... war da nicht was? Und mimimimimiiii ...


Ich verstehe es einfach nicht mehr

Nun ich schweife ab. Statt zu jammern habe ich mir ehrenamtlich ein kleines Transformations-Projekt angelacht und arbeite nun daran die Lokale Agenda 2030 in die Zukunft zu bringen und attraktiv für neue Mitstreiter:innen zu machen, die Bock darauf haben die Stadt in der ich wohne dabei zu unterstützen ihre Klimaneutralität - so wie es vom Gemeinderat einst beschlossen wurde - in eben diese zu bringen und zwar das bis 2035 was angesichts einer Ministerin Reiche fast nicht gelingen kann. Diejenigen, die manchmal seit Jahrzehnten ihre Energie in Projekte stecken wie bspw. den Erhalt der Streuobstwiese, dass meine lieben Leser:innen sind nämlich die Guten. KIrsche statt KI.


Dazu habe ich die Website und das Logo neu gestaltet, einen Podcast erstellt, Fördergelder für einen Workshop zur Neusausrichtung beantragt und erhalten und habe wenigstens eine sinnstiftende Aufgabe. Neben der Aufgabe meine demente und zwischenzeitlich arg wackelige Mutter auf ihrem letzten Lebensabschnitt zu begleiten. Und nun ja, zugegebenermaßen habe ich auch noch den einen oder anderen Job gerade. Bis zum Sommer wenigstens.


Währenddessen spült die arme Automobilindustrie, die es leider, leider trotz verfügbarem Geld und der einen oder anderen Subvention nicht geschafft hat sich die letzten 30 Jahre zu transformieren, Menschen auf den Markt die sich mit einer 4-5-6stelligen Abfindung selbständig machen und New Work und Workshops machen auch schon immer richtig cool fanden. Aber erstmal Urlaub. Gegönnt sei es ihnen. Nicht. Tut mir leid.


Das musste jetzt einfach mal raus und liebe Grüße an alle und wer eine Aufgabe für mich hat, kann gerne auf mich zukommen. Bin offen für alles und auch richtig breit aufgestellt an Kenntnissen und Fähigkeiten.

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